Forschungsprojek InteReSt im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms des BMWI (LuFo)

Die Einführung von biologischen Werkstoffen in die Luftfahrt ist ein willkommenes Ziel der Industrie. Das Projekt "InteReSt" soll dies in einer Hubschrauberverkleidung umsetzen. Dabei wird ein repräsentatives Bauteil ausgewählt, welches die Potentiale der Biobauweise aufzeigen soll. Es werden Vorteile hinsichtlich mechanischer und akustischer Dämpfung sowie eine Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks erwartet.  Das Gewicht soll dabei nicht negativ beeinflusst werden.

Um neue Leichtbauwerkstoffe in der Luftfahrt einsetzen zu können, müssen diese neben den primären Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit und Ermüdung auch Anforderungen genügen, die sich aus den  Zulassungsvorschriften für Luftfahrzeuge ableiten lassen. Hierunter fallen: Brandverhalten, toxische Wirkung, Pilzbefall, Feuchteaufnahme, ...

Die Vorteile von Biomaterialien werden bereits in verschiedenen Bereichen wie etwa der Automobilbranche erforscht und bewertet, dargestellt ist beispielsweise eine Türinnenverkleidung. InteReSt wird den Anwendungsfall an einem Ultraleicht-Hubschrauber (CoAX 2D, der Firma edm aerotec GmbH) untersuchen.

Das Bauteil soll sowohl funktionsintegrativ als aerodynamische Verkleidung, Witterungsschutz und Dämpfungselement dienen, als auch hinsichtlich Faserverbund-Leichtbauweise große technologische Fortschritte aufzeigen.

Ziel des Vorhabens ist: Möglichkeiten für eine signifikante Steigerung des Anteils nachhaltiger Werkstoffe in der Luftfahrt zu erarbeiten. Die geringere Festigkeit von Bio- gegenüber Kohlefaserverbunden soll durch die intelligente Kombination zu Hybridverbunden kompensiert werden. Die chemische und physikalische Beständigkeit gilt es in dem Projektvorhaben zu untersuchen.

Abschließend wird die Bewertung der biologischen Materialien und Bauweisen veröffentlicht und weitere Einsatzmöglichkeiten werden evaluiert, dabei spielt neben der mechanischen Analyse auch der Produktlebenszyklus und CO2-Abdruck eine wichtige Rolle.

Kontakt


Katharina Strohrmann, M.Sc.